Bartholomäus Gesellschaft e.V.
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"Schafprojekt" in Borcha bei Arramo, Äthiopien

Dr. Jan-Hein Swagemakers in Borcha

Veerle und Jan-Hein Swagemakers, Bartholomäus-Mitglieder aus Gehrde waren in 2009 und in 2010 zu Besuch bei den Schwestern der „Society of the Helpers of Mary“ in Äthiopien.

Vor allem angetan von deren Arbeit mit den Frauen, entwickelte Veerle mit einigen Freundinnen (Luzia Beckmann, Beate Laake, Gabriele Bielefeld, Petra Ackmann und Anne Janke) die Idee, ein Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu starten. Die Freundinnen nahmen sich vor, ein Projekt ins Leben zu rufen, das den Status äthiopischer Frauen wirtschaftlich und sozial verbessert.

Gedacht wurde an eine Aktion, mit deren Erlös für bedürftige Frauen Schafe angeschafft werden sollten, deren Anschaffung dann nach dem Micro-Kredit Prinzip über den Nachwuchs der Schafe zurückgezahlt werden sollte.

Veerle und vier Freundinnen taten sich Ende 2014 zusammen und organisierten einen Basar mit Selbstgebackenem und Selbstgebasteltem, wobei diese Produkte an Freunde und Verwandte gegen eine Spende abgegeben werden sollten. Die Durchführung des erfolgreichen Abends brachte unglaubliche 5000.- Euro.

Das Geld wurde nach Äthiopien überwiesen und die Schwestern der Society of the Helpers of Mary konnten 100 Schafe für ein Dorf in der Nähe der Station Arramo an 100 Frauen übergeben.

Ausgesucht wurde von den Marys das Dorf Borcha, in dem es 20 verschiedene Gruppen bedürftiger Frauen gibt. Witwen und Frauen ohne eigenes Land waren die ersten Frauen, die ein eigenes Schaf erhielten. Tatsächlich benötigen die Schwestern Geld für weitere 650 Frauen, denen ein Schaf ein kleines Einkommen für Nahrungsmittel oder den Schulbesuch für die Kinder garantieren könnte.

Veerle und Jan-Hein sind im März 2015 wieder nach Äthiopien gereist, um das Projekt in Borcha zu begleiten.

Während des Besuchs gestalteten sie auch mit den Schwestern - vor allem den äthiopischen Schwestern und Novizen - Öfen aus Klei, und erklärten in verschiedenen Versammlungen der lokalen Bevölkerung, wie man wirtschaftlicher Gemüse anbauen und beispielsweise auch den Kot der Schafe zur Düngung nützen kann.

Mit den Schwestern wurde auch viel diskutiert über Wassergewinnung und Aufbewahrung. Mittlerweile haben Veerle und Jan- Hein Nachricht bekommen, dass bei mehr als 50% der Schafe schon Nachwuchs eingestellt hat, allerdings sind 8 Schafe krankheitsbedingt verendet.

Einige Schafe wurden von ihren Besitzerinnen aus Angst vor Tierkrankheiten oder wegen finanzieller Engpässe verkauft.

Sister Grace berichtet jedoch, dass alle Frauen ihre Kredite für die Anschaffung der Schafe zurückzahlen, so dass weitere Tiere angeschafft werden können. So hoffen die Marys, im laufenden Jahr weitere 100 Schafe abgeben zu können.

Veerle und Jan-Hein, wie auch die anderen Initiatorinnen des Schafprojektes, hoffen darauf, das Projekt innerhalb von 5 Jahren erfolgreich beenden zu können...! 

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